Artikel-Schlagworte: „Zensur“
Das zensierte Nockherberg-Video
Die satirische Fastenpredigt vom Münchner Starkbieranstich sorgt für einen Eklat. FDP-Chef Westerwelle sieht sich mit einem KZ-Wächter verglichen.http://www.doc-germanicus.net/blog/2008/09/07/hartz-endlsung-der-schmarotzer-frage-the-return-of-the-lager/http://www.doc-germanicus.net/blog/2008/09/07/2010/03/05/guidoline-der-gelbe-hassprediger-bildstrecke/
Beim sogenannten Derblecken auf dem Nockherberg, beim alljährlichen Starkbieranstich der Firma Paulaner. So las Michael Lerchenberg, der bereits schon im vergangenen Jahr die Fastenpredigt beim Derblecken auf dem Nockherberg hielt, vornehmlich Guido Westerwelle wegen seiner Äußerungen zu Hartz IV die Leviten.
In der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG heißt es über den angeblichen Fauxpas des Kabarettisten u. a.:
„Lerchenberg hatte die FDP und insbesondere Außenminister Guido Westerwelle aufs Korn genommen und formuliert: Alle Hartz-IV-Empfänger sammelt er in den leeren, verblühten Landschaften zwischen Usedom und dem Riesengebirge, drumrum ein großer Stacheldraht hamma scho moi ghabt. Dann gibts a Wassersuppn und einen Kanten Brot. Statt Heizkostenzuschuss gibts von Sarrazins Winterhilfswerk zwei Pullover, und überm Eingang, bewacht von jungliberalen Ichlingen im Gelbhemd, steht in eisernen Lettern: Leistung muss sich wieder lohnen.
Spreadshirt zensiert “Stoppt Guido”-T-Shirts – die Schere im Kopf
Es war ja natürlich nicht anders zu erwarten.
Was für eine jämmerliche Aktion von diesen feigen Waschlappen von spreadshirt, die im vorauseilendem gehorsam mal wieder den Schwanz einziehen und in ihre kleine, gesicherte Hundehütte zurück kriechen, um an der Stelle zu schnüffeln, an der mal ihre Eier waren.
Mein Gott, wie weit ist es in diesem Land gekommen, dass man Angst haben muss, seine Meinung frei zu sagen. Angst vor so einer Kasperlefigur wie Guido Westerwelle. Nur weil er ein Politikerchen ist. Stünde der vor meiner Tür, um Versicherungen zu verkaufen, so würde ich ihn mit einem Arschtritt zurück auf die Straße befördern.
Hier also die glorreiche Reaktion. Immerhin, die Zensur arbeitet sogar in der Nachtschicht.
FDP-Minister verweigern die Zusammenarbeit mit abgeordnetenwatch.de
Ein Ausschnitt aus dem aktuellen Newsletter von abgeordnetenwatch.de.
So ist es immer, in der Opposition bellen und an der Regierung dann Schwanz einkneifen und gezielt die eigene Lobby bedienen.Von Guido Westerwelle habe ich ja nichts anderes erwartet. Aber von Frau Leutheusser-Schnarrenberger bin ich doch enttäuscht. Ich hatte sie seit ihrem Rücktritt als Ministerin unter Kohl in besserer Erinnerung. Die Gute muss wohl auch an ihre Rente denken.
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer von abgeordnetenwatch.de, wie Guido Westerwelle und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger die Antwortquote ihrer Fraktion drücken, welche Partei wie viele Millionen von welchen Unternehmen erhielten und wer in diesem Monat die Tops und Flops unter den Abgeordneten sind, haben wir für Sie in diesem Newsletter zusammengetragen. Inhalt: Gewählt und dann abgetaucht ... 1. Gewählt und dann abgetaucht Wer FDP-Bundestagsabgeordneten in der vergangenen Wahlperiode eine Frage stellte, konnte fast immer mit einer Antwort rechnen. Fast alle Fragen wurden öffentlich beantwortet. Das war zu Oppositionszeiten. Nach der Wahl kommt nun das böse Erwachen für diejenigen, die sich mit einer Frage an die FDP-Abgeordneten wenden: Auf jede siebte Frage erhalten Bürger mittlerweile einen standardisierten Text. In einer solchen Standardantwort (die wir in der Abgeordnetenübersicht gesondert ausweisen) wird den Fragestellern zwar eine Antwort versprochen - allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der drastische Abfall der Antwortquote ist jedoch nicht den einfachen FDP-Abgeordneten anzulasten, sondern geht vor allem auf das Konto von Parteichef Guido Westerwelle und Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Zu Oppositionszeiten waren beide leuchtendes Beispiel für Transparenz und Bürgernähe. Das hat sich mit ihrem Eintritt in die Regierung - zumindest auf abgeordnetenwatch.de - nun geändert. Alle anderen Parteien sind sich bezüglich ihres Antwortverhaltens dagegen treu geblieben (s. Grafik). Als Grundregel gilt: Wer vor der Wahl ganz oder weitgehend ohne Standardantworten auskam, tut dies noch immer (SPD, Grüne, Linke). Wer in der letzten Wahlperiode hier und da zu Standardtexten griff, hat diese Praxis auch nach dem 27. September 2009 nicht geändert (CDU und CSU).
Doch keine Zensur auf abgeordnetenwatch.de
Heute erreichte mich folgende Mail von Herr Fabian Hanneforth, die mich dann doch etwas beruhigen konnte.
Vielleicht kuschen doch nicht alle in diesem Land vor einem Doktortitel.
von abgeordnetenwatch.de <moderation@abgeordnetenwatch.de> an F <faustjucken@googlemail.com> Datum 19. Februar 2010 09:14 Betreff Re: Ihre Mail an Herrn Dr. Guido Westerwelle Sehr geehrter Herr Schmidt, dass Herr Westerwelle 22 Semester studiert hat, stimmt. Das steht überall in den Medien und im Internet. Normalerweise wird eine solche Frage nicht als Verstoß gegen den Punkt Privatleben des Kodex moderiert. Ich habe der Moderatorin bescheid gesagt. Aber ich frage mich trotzdem, was Sie mit der Frage bezwecken wollten, da die Studienzeit von Herrn Westerwelle nun wirklich weit verbreitet ist. Interessant wäre ja z.B. wie er eine solche lange Studienzeit bewertet. Daran schließen sich sicher noch weitere Fragen an. Stellen Sie ruhig Ihre Fragen über abgeordnetenwatch.de - bitte achten Sie aber darauf, dass daraus neue Erkenntnisse für Sie (und andere) entstehen können. Mit freundlichen Grüßen Fabian Hanneforth
Meine Antwort darauf war folgende:
Danke ich wollte lediglich eine zweite Quelle zur Bestätigung. Im Übrigen interessiert es mich nicht sehr, wie Herr Dr. Westerwelle seine überlange Studienzeit begründet. Ich bin überzeugt davon, dass er seine guten Gründe hatte: Nebenjob, privater Stress, politische Tätigkeit. Nur verdient Herr Dr. Westerwelle von mir kein Verständnis. Gruß Jens Schmidt





