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Die Lügengesellschaft, Teil 3 – Mythos Leistungsgesellschaft
Kommen wir zu einer meiner absoluten sozialen Lieblingslügen Was wird seit Jahren gepredigt? Was haben wir verinnerlicht? Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Ja? Nein! Tun wir nicht. Wir leben in einer Lügengesellschaft, die uns vormacht, dass man durch eigene Leistung einen Stück vom großen Kuchen abbekommen könne.
Du musst Leistung vollbringen, immer. Du darfst dich nicht ausruhen. Du musst dich ständig neu definieren, weiterbilden, anstrengen. Der emsige Kalvinismus hat den rheinischen Katholizismus scheinbar ganz verdrängt. Konnte man früher noch ungestraft „ wird morgen erledigt“ sagen, so grenzt das heute schon an Majestätsbeleidigung und wird mit mindestens einem verständnislosen Kopfnicken vom Chef bestraft.
Wer was zu erledigen hat, der macht halt Überstunden, unbezahlte wohlgemerkt.
Besonders Politiker tragen diese Phrasen der Leistung-muss-sich-wieder-lohnen-Fraktion gerne vor sich her, und da besonders die der FDP. Natürlich, wenn der Politiker sich aus der Verantwortung stehlen will, sagt er einfach, dass der Bürgen eben selbst für sein Schicksal zuständig ist.
Ist er das wirklich? Sind wir heute noch wirklich unseres Glückes Schmied oder hat der Grad der Abhängigkeit von Dritten und deren Entscheidung ein Maß erreicht, der es unmöglich macht, aus der Gravitation des extern bestimmten Schicksals zu entkommen?
Die 68er suchten die Verantwortung in der Gesellschaft, heute suchen wir sie bei uns selbst.
Aber wovon hängt Erfolg ab? Ich würde sagen, zu 90% von Beziehungen, Glück und Selbstmarketing, und nur zu 10% von Leistung und Können. Damit fällt es außerhalb unseres Einflussbereichs, ob man im leben wirklich Bäume wird ausreißen können, oder immer nur das Rädchen im System bleibt.
Aber wieso haben dann so viele Erfolg? Analysieren wer es mal. Wie groß ist schon der Anteil der (erfolg)reichen in unserer Gesellschaft. Er ist abnehmend. Nur uns erscheint es so, als wären wir die einzigen Verlierer, weil die erfolglosen nie Erwähnung finden. Aber die sind in der Überzahl. Es ist wie im Poker: Die Spielbank stellt den Sieger ins Rampenlicht, um zu verschweigen, dass die absolute Mehrheit beim Glücksspiel immer nur verlieren kann.
So empfinde ich es auch. Die Mächtigen in unserer Welt haben die Spielregeln so angepasst, dass sie ihre Pfründe behalten. Und das geht nur, indem man das niedere Volk mit ein bisschen Wahlversprechen und steuerbefreitem Flugbenzin bei Laune hält.
Ich für meinen Teil mache da nicht mehr mit: Für mich gilt nur noch Dienst nach Vorschrift. Prost!
Lügengesellschaft Teil 2, die Klimalüge und die Gutmenschen oder der größte Nebenkriegsschauplatz der Welt
Ich möchte in meiner Reihe der Gesellschaftslügen nun zu einem kleinen, aber sehr potenten Auswuchs derselben kommen: der Klimalüge. Was beschäftigt die Welt zur Zeit am meisten? Genau, der Klimagipfel in Kopenhagen. Warum? Keine Ahnung. Bestenfalls kommt nichts dabei raus, schlimmstenfalls müssen wir alle dafür draufzahlen. weiterlesen...
Lügengesellschaft, Teil 1 – Der Krieg, der kein Krieg sein darf
Jetzt haben wir es geschafft, wir haben einen Krieg, der offiziell keiner sein darf. Der Luftschlag war unangemessen. Verteidigungsminister von Guttenberg will seine Weste weiß halten und fällt den Soldaten in Afghanistan in den Rücken, indem er die unter seinem Vorgänger erfolgten Luftschläge als unangemessen bewertet. Einfach so. Ohne Begründung.
Machen wir uns nichts vor, der Einsatz in Afghanistan ist ein Krieg, aber keiner, der mit herkömmlichen Mitteln zu gewinnen ist, da der Gegner kein Gesicht, keine Identität hat und immer wieder nachwächst.
Deutsche Soldaten haben dort nichts verloren.
Aber wenn man sie schon hinschickt, so sollte man zumindest geklärt haben, ob dann deutsches Recht (wie absurd) oder Völkerstrafrecht anzuwenden ist. Man stelle sich mal vor, dass sich scheinbar noch kein Politiker darüber Gedanken gemacht hat. Was in Kriegsgebieten notwendig, weil lebensrettend, ist, ist in Deutschland strafrechtlich zu ahnden.
Man stelle sich vor, ein kleiner Soldat überlegt sich gerade, eben nicht die Waffe zu ziehen, wenn ein verdächtiges Fahrzeug auf ihn zurast, weil er befürchten muss (wie auch tatsächlich geschehen), dass ihn dafür in Deutschland der Prozess gemacht wird.
Was für ein jämmerlicher Haufen sind doch unsere Politiker. Krieg ist ein schmutziges Geschäft, aber sie wollen um Gottes willen sauber bleiben. Aber was soll man schon von einem Adelsjüngelchen anderes erwarten, als dass er sich bei den ersten Problemen aus der Schusslinie bringt. Das kennen wir ja schon aus der deutschen Vergangenheit zu genüge.
Wie wird mir übel, wenn ich dieses gegelte Männeken am Rednerpult sehe.
Unsere Lügengesellschaft – eine Reihe
Kennen Sie das Gefühl, dass irgendetwas falsch läuft. Sie sehen, lesen, hören etwas, wissen aber, dass es nicht richtig ist? Manchmal ist es nur ein Gefühl, manchmal ist es offensichtlich wie der rosa Elefant im Zimmer.
Es scheint mir, dass in unserer Gesellschaft seit ungefähr 20 Jahren so einiges im Argen liegt. Lüge ist das Hauptwort, dass mir dabei in den Sinn kommt, wenn ich an uns allen denke. Lüge. Wir lügen immer und überall, im Kleinen wie im Großen. Wir belügen uns, unsere Nachbarn, unsere Freunde, unsere Chefs, das Wahlvolk und unsere Familie. Lügen sind salonfähig geworden.
Alle Lügen: wir, unsere Kollegen, Chefs, Sportler, Schauspieler und Politiker sowieso.
Was wahr ist, wird verschwiegen. Was unwichtig ist, wird glorifiziert. Es herrscht die politische Korrektheit: Solange die Sprache stimmt, ist alles in Ordnung. Kosmetik statt Lösungen. Das Oberflächliche wird unsere Medizin. Das Problem verschwindet schon, wenn man es eine Herausforderung nennt.
Man darf die Dinge nicht mehr so nennen, wie sie sind. Idioten darf man nicht Idioten nennen, Lügen nicht Lügen, Probleme nicht Probleme, Kriege nicht Kriege, Scheiße nicht Scheiße.
Werber dürfen, müssen lügen, wir alle auch.
Das Wahlvolk will belogen werden. Schlagen wir die Zeitung auf, so springen uns die Lügen entgegen, so offensichtlich, so klar, dass es einem den Atem verschlagen kann. Und man fasst sich an den Kopf und denkt, ist man denn der einzige Mensch mit Restverstand?
Ich möchte daher eine kleine Reihe eröffnen mit den Lügen in unserem Leben.




